Land: ├ľsterreichRegion: Ober├Âsterreich
Schwierigkeit: schwerSchwierigkeit: v4a3III
Anzahl Abseiler: 23H├Âchste Abseiler (m): 35mBen├Âtigte Seile: 2x40Einstiegsh├Âhe (m): 1260
Notausstiege: JaKarte: ├ťberstellungsfahrzeug: NeinAusstiegsh├Âhe (m): 800
Zeiten: Zustieg:2h; Abstieg: 3,5h; R├╝ckweg: 20minZeit gesamt (h): 6
Ausr├╝stung: Compl. C. Ausr├╝stung
Anfahrt: Auf der A9 von Norden kommend bei St. Pankraz abfahren bzw. von S├╝den kommend in Gleinkerau. Von beiden Abfahrten in Richtung Hinterstoder fahren. Durch Hinterstoder durch fahren immer in Richtung Talschluss. Von der katholischen Kirche in Hinterstoder f├Ąhrt man noch etwa 3,8 km, ehe links ein kleiner Parkplatz mit einer Kapelle auftaucht. Direkt danach biegt man links in das Wei├čenbachtal. Man f├Ąhrt ca. 2km in das Tal hinein, auf der linken Seite kommt ein sch├Ânes Holzhaus und ca. 150m danach kann man direkt vor der Br├╝cke ├╝ber den Wei├čenbach, wo rechts eine Schotterstra├če den Berg hinauf geht, parken. Dieser Parkplatz ist ideal, weil doch einige Autos stehen bleiben k├Ânnen, ohne jemanden zu st├Âren. (Parkplatzkoordinaten: 47.659953, 14.130017)
Zustieg: Zustieg: (2h)
Man geht noch 400m die asphaltierte Stra├če Taleinw├Ąrts bis rechts ein Forstweg in Richtung Wei├čenbach kommt. Dort biegt man ab und geht nach ca. 300m ├╝ber den Wei├čenbach. Der Forststra├če folgen und sobald es geht in Richtung Wei├čenbach runter gehen, sodass man in das Bachbett gelangt (nicht bis zum Ende gehen wo man auf den oberen Wei├čenbach trifft!)
Man geht im Bachbett f├╝r ca. 500m, dann kommt man an einem kaum mehr sichtbaren Fundament einer Wildwasserverbauung (in Canyon Wiki beschrieben) vorbei bevor or. li ein kleiner Bach mit einer Wasserfallkaskade einm├╝ndet. Vom Parkplatz geht man bis hierher ca. 15-20 min. Wenn man das Wasser noch checken will, so bleibt man im Bachbett f├╝r ca. 200m und kommt zum Schlusswasserfall. Ansonsten geht man bei der Einm├╝ndung der Wasserfallkaskade or. li. den Hang hoch. Bis jetzt war die Wegfindung easy
Tourenbeschreibung: Tourenbeschreibung oberer Teil: ca 2h
Der Wei├čenbach war beim Zeitpunkt unserer Begehung (12.06.2020) in sensationellem Zustand. Der Canyon wurde durch die Bergrettung professionell eingebohrt, d.h. es gibt ├╝berall zumindest einen Klebehaken und jede Abseilstelle ist nummeriert mit teilw. Hinweisen auf Fluchtwege. Gleich beim ersten Stand findet man eine generelle Beschreibung der Tour, beschrieben von der Bergrettung (auf einem Hinweisschild).
Der obere Teil des. Ht. Wei├čenbachs ist sensationell sch├Ân. Traumhafte Bergkulisse, geologisch ist die Schlucht sicher eine der sch├Ânsten ├ľsterreichs. Aufgrund des abenteuerlichen Zustiegs und teilweise Abseilern, die zwingend im Wasser mit hohem Wasserdruck sind, ist es aber sicher ein Canyon f├╝r fortgeschrittene Canyonauten.

Bis zum SOS 17- Abseiler ist der Canyon relativ offen, jedoch in einer beeindruckenden Bergkulisse. Ab dem SOS 16-Abseiler startet eine h├Âchstbeeindruckende Engklamm, die zuerst mit einem 12m-Abseiler beginnt, ehe man beim SOS 15-Abseiler ca.7m ohne Sichtkontakt bis zum Kettenstand des h├Âchsten und spektakul├Ąrsten Abseilers hinseilt. Der 35m-Abseiler ist extrem beeindruckend, weil man das Gef├╝hl hat unten voll in das mit gro├čem Druck runter-schie├čende Wasser zu kommen und die Ankunft von oben nicht einsichtig ist. Mit ein bisschen Geschick kommt man jedoch unter den Wasserfall und so ist der Wasserdruck unten kein Problem. Es folgt noch eine kleine 5m-Stufe und man hat das Gef├╝hl von einer H├Âhle wieder in ein gro├čes Tal zu kommen. Diese Stelle ist sensationell, weil links und rechts ca. 150m W├Ąnde senkrecht nach oben gehen und sich in der Mitte das relativ breite Bachbett des Wei├čenbachs befindet.
Es folgt eine kleine Gehstrecke bis sich der Canyon bei der SOS 12 Abseilstelle wieder leicht enger wird.

Aufzupassen ist beim SOS 11 Abseiler, weil das Wasser eine relativ flache Rinne runterschie├čt und man durch das Wei├čwasser den Boden der Rinne nicht sieht. Im letzten Drittel befindet sich ein gro├čes Loch und durch die Rinne hat man einen starken Wasserdruck. Es empfiehlt sich diese Stelle or. li. mit dem Seil mit etwas Geschick zu umgehen.

Nach einer kurzen Wegstrecke kommt man zur n├Ąchsten Engklamm und das Ambiente des Canyons ├Ąndert sich komplett. Oben hat der Canyon einen hochalpinen, vertikalen Charakter. Ab dem SOS10-Abseiler, wo auch ein weiterer Bach von or.li. mit einem kleinen Wasserfall zuflie├čt, wird der Canyon aquatischer und bekommt eher den Charakter eines ÔÇ×WaldgrabensÔÇť, jedoch im positiven Sinne. Tief eingeschnitten dunkel, dunkler ausgewaschener Kalk, glasklares Wasser und weit ├╝ber einem dr├╝ber sattes Gr├╝n ÔÇô ein richtiger Farbenflash.
Beim SOS 8-Abseiler glaubt man nur ca. 7m in den Gumpen darunter abseilen zu m├╝ssen, doch der Abseiler geht weiter durch beeindruckende, ausgeschliffene Rinnen. Der SOS7 Abseiler und eine kurze Schwimmstrecke markiert das Ende des oberen Teils.

Tourenbeschreibung unterer Teil: ca. 1h
Im Vergleich zum oberen Teil des Canyons ist der untere Teil leider eher ÔÇ×Waldgraben-StileÔÇť. Zwar sch├Ân, aber nach dem Flash des oberen Teils, kann dieser Teil das Niveau nicht ganz halten. Der untere Teil ist eher offen und befindet sich im Wald.
Beginnen tut der untere Teil direkt an der Wildbachverbauung, die man re. abklettert.

Relativ eng aufeinanderfolgend ist der 20m-Abseiler von der Wildbachverbauung und ein 17m-Abseiler, ehe man nach einer kurzen Gehstrecke bei einem 20m-Abseiler mit einem kleinem ÔÇ×KanonenrohrÔÇť ankommt.
Nach dem Kanonenrohr folgt eine Geh- und Abkletterpassage gefolgt von einem flacheren Abseiler (SOS 3) bis man vor einer Stelle steht, wo man nicht genau wei├č wie man hier runterkommt. Man k├Ânnte diese Stelle or. li umgehen (so war es wahrscheinlich auch von der Bergrettung gedacht), jedoch haben wir bei einem Baum or. li eine Schlinge angebracht und haben erst danach gesehen, dass or. re. nach einer Abkletterstelle ein Bohrhaken angebracht ist.
Beim SOS2-Abseiler muss man auf den Seilabzug achten, da die Haken hinter einem Felswulst angebracht wurden und dann kommt man zum SOS 1-Abseiler. Hier hat man 2 M├Âglichkeiten: Entweder man geht direkt im Wasser direkt vom SOS 1 Abseiler weg, wenn einem jedoch der Wasserdruck zu hoch ist, kann man or. li. mit einem Seilgel├Ąnder zur einer ÔÇ×trockenenÔÇť Abseilstelle gelangen. Hier muss man aber extrem aufpassen, da diese Stelle wahnsinnig steinschlaggef├Ąhrdet ist und richtig gro├če Brocken durch das Seil im Abseiler gel├Âst werden k├Ânnen.

Unten angekommen geht man ca. 200m das Bachbett entlang, bevor man wieder bei der Wasserfallkaskade ankommt, wo der Zustieg begonnen hat.
Besonderheiten: Traumhafter Canyon vor allem im oberen Teil; Abenteuerlicher Zustieg f├╝r Leute mit Pfadfinderqualit├Ąten;
Einige Abseilstellen zwingend im Wasser; Geologisch einmalige Schlucht. Sehr lohnend f├╝r erfahrene Canyonauten mit Ausdauer.
Ausstieg/R├╝ckweg: Wie beim Zustieg folgt man dem Bachbett Talausw├Ąrts, geht auf die Forststra├če und danach auf die asphaltierte Stra├če bis zum Parkplatz
Ht.Weissenbach
Bergrettungschildoben2oben3beginn_erste_engklamm35m-abseile obenr35m-abseiler_ausgangengklammSOS11_Achtung_Wasser_lochzw_oberer_u_unterer_Teilunterer_teil